Herzlich Willkommen

Schön, dass Sie sich für unsere Kirchengemeinde interessieren. 

Aktuelle Handhabung von Veranstaltungen
 
11.05.2020: Es gibt jetzt genaue Auflagen, unter denen Gottesdienste wieder stattfinden dürfen. Zum Beispiel muss zu jeder Zeit gewährleistet sein, dass jeder Gottesdienstbesucher mindestens zwei Meter Abstand zu anderen Gottesdienstbesuchern hält, auch im Vorbeigehen. Jeder muss die ganze Zeit über eine MNB tragen, nur wer gerade vorne spricht, darf dafür die Maske kurz abnehmen. Zum Sprecher müssen 6 m Abstand sein. Deshalb können nur wenige Besucher zu unseren Gottesdiensten eingelassen werden. Wir bieten Gottesdienste an, auch wenn es uns sehr unangenehm sein wird, falls wir jemanden abweisen müssen. Für die wenigen, die mit dem Abstand in die Kirche passen, gibt es Gottesdienste: 
am 17.5. um 9:30h
am 21.5. Himmelfahrt, Ort wird noch bekannt gegeben
am 31.5. Pfingsten um 9:30h
 
In nächster Zeit dürfen nur dann Veranstaltungen in unseren kirchlichen Räumen, auch im Gemeindesaal, stattfinden, wenn wir garantieren können, dass das strenge Hygienekonzept eingehalten wird. Chorproben sind noch nicht erlaubt.
Wir laden Sie ein, Gottesdienste im Radio und Fernsehen oder youtube zu verfolgen und die begrenzten Plätze in der Kirche denen zu überlassen, die keinen Zugang zu einem Computer haben. Ich ermutige Sie dazu, eine Kerze anzuzünden und für die Dauer des jeweiligen Gottesdienstes nichts anderes nebenbei zu tun. Ich hoffe, Sie finden so Ruhe und Zuspruch, auch wenn ein Gottesdienst im Radio oder Fernsehen die persönlichen Kontakte in der eigenen Kirchengemeinde nicht ersetzt.  
Konfirmanden und Konfirmandinnen, die noch nicht genug Unterschriften gesammelt haben, können sie durch Fernseh- oder online-Gottesdienste ersetzen. Die Unterschrift geben die Eltern. 
 
Die Konfirmation wird am 20.9. vormittags stattfinden. 
 
Trauerfeiern und Beerdigungen dürfen im Moment nicht in der Friedhofshalle stattfinden, sondern nur noch am Grab und nur im engsten Familienkreis (bis 8 Personen). Auch das kann ein würdiger Rahmen für den Abschied von unseren Lieben sein. Bestattungen mit Urnen können verschoben werden bis wieder normaler Betrieb möglich ist. Bitte wenden SIe sich dafür an das Bestattungsinstitut der Stadt Neustadt (Tel 09568 3483).
 
In den besonderen Zeiten jetzt finden Sie auf dieser Seite immer mal geistliche Gedanken und die jeweils aktuellen Regelungen. 
Viele Grüße und bleiben Sie behütet! 
Für den Kirchenvorstand - Pfarrerin L. Meyer zu Hörste
 
 
01.06.2020

Ein Gebet, gefunden auf: https://gebet.bayern-evangelisch.de/pfingsten.php, von Anton Rotzetter:

Ruf in mir Heiliger Geist

Nach Gott und seiner Gerechtigkeit

Bet in mir Heiliger Geist

Um Freude und Zuversicht

Schrei in mir Heiliger Geist

Nach Freiheit und Leben

Wein in mir Heiliger Geist

Vor Schmerz und Trauer

Klag in mir Heiliger Geist

Über Trennung und Tod

Sing in mir Heiliger Geist

Das Lied der Befreiung

Juble mit mir Heiliger Geist

Im Land der Lebendigen 

Amen. 

 

25.05.2020
 
Gefunden im Büchlein "Gebete verändern den Tag"
 
Lass mich nicht fallen
 
Herr,
wenn mich die große Müdigkeit überfällt,
wenn ich am liebsten davonlaufen und mich verstecken möchte
vor allen Sorgen und Problemen:
Dann sei du bei mir,
dann halte mich fest.
Lass mich nicht fallen,
wenn ich mir selbst zu schwer werde.
Lass mich das Ende als einen neuen Anfang erleben.
Lass mich dein Gast sein -
hier und jetzt und in Zeit und Ewigkeit.
 
 
19.05.2020
 
Gebet aus den Alltagsexerzitien 2012
 
Und doch ist die Welt so voll von dir.
In den schönen und in den schweren Stunden,
lädst du mich ein, tiefer zu schauen.
Schenkst mir Kraft und Mut
um diese Zeiten durch zu leben bis an die Stelle,
bis zu dem Moment,
an dem sie aus dir herausfließen.
In allem willst du mir begegnen
und fragst mich nach meiner Antwort,
um die ich ringe,
manchmal atemlos,
im freien Fall,
hoffend auf dich.
 
 
16.05.2020
 
Gebet aus den Alltagsexerzitien 2020
 
Großer Gott, gib uns Herzen, die begreifen,
dass wir Verwirrung stiften, wenn wir die Musik der Erde zerstören;
dass wir  blind für ihre Schönheit werden, wenn wir ihr Gesicht verunstalten;
dass wir ein Haus voller Gestank haben, wenn wir gefühllos ihren Wohlgeruch verderben.
Ja, Herr, es ist wahr:
Wenn wir sorgsam und zärtlich mit der Erde umgehen,
sorgt sie für uns, schützt uns und erhält uns am Leben.
 
 
 
11.05.2020
 
Gebet von Gottfried Bach aus den Alltagsexerzitien 2012
 
Du bist innen und außen,
oben und unten,
links und rechts,
diesseits und jenseits,
schwer und leicht,
nah und fern,
in der Seele und an der Haut.
Überall können wir von dir sagen:
hier!
Niemals können wir sagen:
dort nicht!
 
06.05.2020

Treppenstufen

Steige hoch ohne zu zögern
Die erste Stufe ist schon der Weg
Weiter bis sich die Angst verliert 
Schon bist Du gut unterwegs

Nur steigen mit Blick nach oben
Die Hälfte ist geschafft
Die Stufen blicken Dich an
Wollen dass Du sie annimmst

Innehalten gilt nicht
Du bist fast am Ziel
Hast Dich überwunden
Das Leben hat Dich wieder

Ute Rieg , 63477 Maintal

02.04.2020 / 12:06 Uhr
 
05.05.2020
 
 
O Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich Liebe übe, wo man sich hasst,
dass ich verzeihe, wo man sich beleidigt,
dass ich verbinde, da, wo Streit ist,
dass ich die Wahrheit sage, wo der Irrtum herrscht,
dass ich den Glauben bringe, wo der Zweifel drückt,
dass ich die Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält,
dass ich ein Licht anzünde, wo die Finsternis regiert,
dass ich Freude mache, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass du mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. Denn wer da hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben.
Amen. 
 
 
04.05.2020
 
Gedicht von Peter Helbich aus den Alltagsexerzitien 2012
 
Ein Stück Himmel
 
Wir sollten am Abend
vor das Haus treten,
tief die Luft einatmen
und den Blick zum Himmel richten;
dem Gesang des Vogels auf dem Dach lauschen
und das milde Licht der Abendsonne fühlen.
Wir sollten beim Schließen der Tür nicht vergessen,
etwas davon mit ins Haus zu nehmen,
vor allem ein Stück des Himmels.
 
 
03.05.2020
Und ob ich von schweren Gedanken bedrängt werde, meine Schwächen schmerzlich erleide, mir in dunklen Stunden selbst fremd bin, mich in Konflikten des Alltags verletze, mir Kritker hart meine Grenzen zeigen, mich das Leid meiner Menschenbrüder entsetzt und ich im Leben mein Sterben kommen spüre, weiß ich mich dennoch von deiner Hand gehalten. Zitat von Johannes Hansen gefunden unter:  
 
 
02.05.2020
 
 
Lie­ber Gott,
bit­te hilf mir wei­ter­hin und gib mir Kraft und Mut.
Bit­te, lass al­les gut wer­den und hal­te bit­te dei­ne Hand über mich.
Dan­ke.
Amen.
 
 
02.05.2020
 
Ein Gebet, gefunden auf einer Dankeskarte von Mission EineWelt
 
Gott, Du Liebhaber des Lebens!
Die Sorge um das Leben treibt uns um.
Das Leben von Menschen, die uns nahe sind und von Menschen in vielen
Ländern rund um die Erde ist durch einen globalen Virus gefährdet.
Keine Sorge ist zu groß,
dass sie nicht in Deinen Händen aufgehoben wäre.
Lass uns mit offenen Augen und Herzen
die Not unserer Mitmenschen nah und fern sehen.
Gib uns ein ruhiges Herz und lass uns auf Deine Liebe vertrauen. Amen
 
 
01.05.2020
 
Ein Gebet, gefunden auf https://www.dekanat-gunzenhausen.de/index.php?id=987,70&suche=, von Karl Görner:

Herr, wache über mich und mein Leben.
Halte schützend deine Hand über mich,
und gib mir Frieden für mein unruhiges Herz.
Wache über mich und meine Gedanken,
damit mich die Angst nicht verzehrt.
Wache über meinen Glauben an deine Güte,
damit ich das Vertrauen zu dir nicht verliere. 
Wache über meinen Lebensmut,
damit ich mich nicht selbst aufgebe.
Stärke Hoffnung und Zuversicht,
und lass mich den Reichtum erkennen, 
den du auf mein Leben gelegt hast. Amen. 

 

01.05.2020

Ein Gebet von unserer digitalen Fürbittenwand unter Gebete-teilen.de. Es ist schon etwas älter, aber mir geht es nicht mehr aus dem Kopf: 
Geschrieben von Mitarbeitern vom Eine Welt-Zentrum Herne und Menschen, die den Kontakt zu Menschen in den Entwicklungsländern verloren haben.
Das Gebet:
Du, unsere Quelle des Trostes, Kraft und Licht unseres Lebens,
wir bringen vor Dich das Zittern der Menschheit
und sprechen die Fragen aus, die uns bedrängen mit weltweitem Blick:

Was, wenn Corona sich dort ausbreitet,
wo jetzt schon schwerer Hunger und Durst, Armut und Elend herrschen?
Wie sollen die Menschen in den Slums Abstand halten in Indien,
wie in den Flüchtlingslagern in Afrika,
wie in den Elendsvierteln in Venezuela?
Wie kann Hygiene vor Ansteckung schützen,
wenn Wasser und Seife jetzt schon fehlen?

O Gott, wir bangen um die Schwächsten in dieser Pandemie.
Segne die Politikerinnen und Politiker, die jetzt mit Weitblick handeln,
und Notprogramme organisieren.
Stärke die Bereitschaft zum Teilen mit den Armen!
Steh den Ärztinnen und Ärzten und Helfern bei,
die mitten im größten Elend Menschenleben retten.

O Gott, lass uns das Leiden und die Not sehen,
lass uns Geschwister sein und bleiben, die einander in der Not beistehen.
Amen

28.04.2020
Oft habe ich hier Gebete eingestellt. Heute ist es ein Link zu einer Internetseite, wo bis zum Ende der Coronakrise jederzeit mindestens ein Mensch betet. Es wird angezeigt, wie viele Menschen gerade dort beten. Eine schöne und ehrgeizige Idee. Schauen Sie mal hin unter 
 
 
27.04.2020
 
Das Friedensgebet, das Franz von Assisi zugeschrieben wird: 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. 

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe. 

Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben. 

 
26.04.2020
 
Ein Gebet, gefunden auf https://www.katholisch.de/artikel/42-gebete-fur-jeden-tag, von Anton Rotzetter:
 
Gott,
ich brauche einen Fels, um darauf zu stehen in dieser fließenden Welt.
Ich brauche einen Boden, der nicht wankt in dieser bebenden Welt.
Ich brauche einen Weg, um mich nicht zu verirren in dieser verwüsteten Welt.
Ich brauche einen Stock, um mich zu halten in dieser gefährlichen Welt.
Ich brauche jemanden, der mich nicht im Stich lässt in dieser trügerischen Welt.
Gott, sei Du mir Fels, sei Du mir fester Boden, sei Du mir Weg und Stock, sei Du mein Du - jetzt und alle Tage meines Lebens.
Amen.
 
 
24.04.2020
 
Ein Gebet, gefunden auf https://gebet.bayern-evangelisch.de/count-gebet.php, von Bastian Frank
 
Gott,
gib den Hel­fen­den Kraft und An­er­ken­nung,
den Kran­ken Hei­lung und Lin­de­rung,
den Ein­sa­men Bei­stand.
Amen. 
 
 
 
23.04.2020
 
Ein Gebet, gefunden auf https://gebet.bayern-evangelisch.de/count-gebet.php, von Christian Holler:
 
Gott,
du bist un­se­re Zu­ver­sicht und Staer­ke,
ei­ne Hil­fe in den gros­sen Noe­ten, die uns ge­trof­fen ha­ben.
Wir dan­ken Dir! 
Amen.
 
 
21.04.2020
 
ANDERS ALS WIR DICH DENKEN    von Huub Osterhuis
 
Du bist ganz anders, Gott,
als wir dich denken,
das hast du uns gezeigt in Jesus Christus.
Er, der dein Sohn ist und Licht von deinem Lichte,
er ist demütig unseren Weg gegangen
mehr nicht als irgendeiner in der Welt-
so hast du uns gerettet.
Wir danken dir,
dass du gekommen bist in diesem Menschen
und dass du uns so nahe bist
heute und alle Tage.
 
 
19.04.2020
 
Ein Gebet, gefunden auf ekiba.de, von Klaus Nagorni:
 
Gott, ich bitte dich, das ich erkenne
was zum Leben nötig ist
und auf was ich besser verzichte um meiner und unserer Kinder Zukunft Willen.
Ich bitte dich, dass ich das Lebensdienliche vom Lebensfeindlichen zu unterscheiden lerne.
Dass ich mich nicht der Schwarzseherei überlasse, die unsere Welt noch dunkler machen würde.
Sondern mit wachem Blick wahrnehme, wo ich etwas zum Guten wenden kann.
Dass ich sehe, wo ich mich mit anderen Menschen verbinden und verbunden kann, um gemeinsam Schritte zu tun, die ins Helle führen.
Amen.
 
19.04.2020
 
Gebet aus den ökumenischen Alltagsexerzitien 2020.   
 
Allmächtiger Gott,  
der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist
und im kleinsten deiner Geschöpfe,
der du alles, was existiert,
mit deiner Zärtlichkeit umschließt,
gieße uns die Kraft deiner Liebe ein,
damit wir das Leben und die Schönheit hüten.
 
Überflute uns mit Frieden,
damit wir als Schwestern und Brüder leben
und niemanden schaden.
 
Vater der Armen,
hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde,
die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten.
 
Heile unser Leben,
damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber,
damit wir Schönheit säen
und nicht Verseuchung und Zerstörung.
 
Rühre die Herzen derer an,
die nur Gewinn suchen
auf Kosten der Armen dieser Erde.
 
Lehre uns,
den Wert von allen Dingen zu entdecken
und voll Bewunderung zu betrachten;
zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen
auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht.
 
Danke, dass du alle Tage bei uns bist.
Ermutige uns bitte in unserem Kampf
für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.
Amen.
                                            
18.04.2020:
 
So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn; denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
2.Korinther 5,6-7
 
Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen, dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.
Psalm 91,11-12
 
Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. 
Römer 12,12
 
17.4.2020 – Impuls zur Losung

Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen kann, der du zugesagt hast, mir zu helfen.
Psalm 71,3

Hort – kennen wir:
Nachmittags-Betreuung für Schulkinder,
findet zurzeit nicht statt.

Horten – kennen wir ebenso:
Hamstern sagt man auch,
gilt als unsoziale Panikreaktion.

In kritischen Zeiten suchen wir nach Sicherheit.
Gute Nachbarschaft spielt wieder eine Rolle,
wenn Einsamkeit droht.
Briefe und Päckchen werden wieder wichtig,
wenn Besuche nicht möglich sind.
Neue Medien spannen hilfreiche Netze,
nach der Sicherheit der Daten fragen wir nicht mehr viel.
Alter Glaube wird wieder entdeckt,
auch wenn die Gottesdienste ausfallen.
Singen und beten verbindet mit Gott und Menschen,
auch wenn wir uns nicht sehen.

Während ich das schreibe,
höre ich draußen einige Bläser Osterchoräle blasen.

Mir fallen die Jünger nach Ostern ein,
einsam und verängstigt in Quarantäne (40 Tage!).
Sie wagen sich nicht raus, aber Jesus kommt herein.
Er bringt ihnen Frieden,
öffnet die Fenster in ihrem engen Hort.

Noch müssen sie dort ausharren,
aber sie können schon Hoffnung horten.
Frieder Waas

 
16.04.2020: ein Gebet von unserer digitalen Fürbittenwand unter gebete-teilen.de: 

O Gott, es gibt vieles, das ich nicht weiß. Es gibt vieles, das ich nicht durchschaue. Es gibt vieles, das ich nicht in der Hand habe.

Wenn ich mich ohnmächtig fühle, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht das Ganze bewältigen muss, sondern das tun kann, was mein Part ist.

Wenn ich verunsichert bin, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht alleine bin und dass unsere Weisheit gemeinsam reicher ist.

Wenn ich Angst habe, will ich einmal tief durchatmen und darauf vertrauen, dass ich nicht aus Gottes Nähe herausfalle, sondern dass Gottes Geist mir nahe ist.

Was ich weiß, ist: Mein Leben und meine Liebe und meine Würde reichen so viel weiter als das, was ich leisten oder tun kann.

Was ich sehen kann, ist: Nach jedem Winter kommt der Frühling und neues Leben wächst aus dem kalten Erdboden.

Was ich kann, ist tief durchatmen und dieser Welt Liebe einflößen, die sie so dringend braucht.

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." (1. Korinther 13,13)

Amen.

 

15.04.2020: ein Gebet, gefunden auf EKKW.de, von Lars HiIlebold: 
Gott,

hier stehe ich und halte inne. 
Alleine und doch verbunden. 
In Angst und Unsicherheit, 
fühle ich mich anderen nah. 
Ich teile die Sorgen und 
das Ahnen, was kommen kann.
Ich stehe hier und halte inne. 
Alleine und doch verbunden. 
Ich bitte für alle Kranken 
und die es werden,
die Angst haben, 
dass der Virus sie erreicht,
für alle Ärztinnen und Pflegenden,
für die, die in diesen Tagen um ihre Existenz bangen. 
Ich bitte dich, dass Du uns alle bewahrst in diesen schweren Zeiten. 
Doch es werden Menschen um ihr Leben kämpfen.
Ich bin nicht allein. Ich bin verbunden. Sei Du der, der uns eint:
die, die glauben und 
auch die es nicht tun.
Wir Menschen sind verbundene,
aufeinander angewiesene,
miteinander helfende.
Du verbindest uns Menschen, 
Gott. Amen

 
14.04.2020: 

Vergissmeinnicht (Barbara Bockentin)

Eine kleine blaue Blume. Wenn sie einmal im Garten Wurzeln geschlagen hat, wird man sie nicht so schnell wieder los. Sie ist eine der ersten Blumen, die blühen. Zumindest in meinem Garten. Sie ist genügsam und wächst überall. Nicht nur in den Blumenbeeten kann ich sie entdecken, sondern auch zwischen den Kieselsteinen, die den Weg zu meinem Haus markieren. Seit sie blühen, gehe ich den Weg viel aufmerksamer. Will auf keine treten. Jeden Tag aufs Neue erfreue ich mich an ihnen.

Vergiss -  mein – nicht

Das ist weit mehr als eine Blume. Dahinter verbirgt sich eine Bitte. Tausendfach gedacht, geschrieben und ausgesprochen in diesen Tagen.

Das ist ganz anders als das Betteln um Aufmerksamkeit. Beachte mich! Nimm mich wahr! Ja- das auch. Vergiss bitte nicht, was ich dir bedeute. Lass unsere gemeinsame Geschichte lebendig bleiben. Komm, ich möchte mit dir darüber reden.

Beim Reden, beim Anknüpfen an Erinnerungen, an alltägliche Begebenheiten werden die Gemeinsamkeiten stärker. Familienbande, Freundschaften erwachen zu neuem Leben.

 Vergiss – mein – nicht

Übersieh mich nicht. Schenke mir deine Aufmerksamkeit. Ein Lächeln. Ein gutes Wort. Nicht nur jetzt, da viele von uns sehen oder ahnen, wie selbstverständlich andere für uns ihre Arbeit tun: in den Krankenhäusern und Sozialstationen, in den Pflegeheimen und daheim, in den Supermärkten und auf den Höfen. Behalte es im Gedächtnis, dann, wenn das Leben wieder „normaler“ sein kann.

Vergiss – mein – nicht

Diese Bitte kommt mir in der Bibel immer wieder entgegen. Nicht nur Menschen wenden sich damit an Gott. Oft in Not und Angst.

Gott selbst bittet darum. Immer wieder. Immer anders.

Unser Erzählen von ihm und den Begegnungen mit ihm bewahrt Gott vor dem Vergessen werden.

Und wir selbst drängen Gott, dass er uns nicht vergisst. Jeden Sonntag im Gottesdienst aufs Neue. Mit jedem Gebet. 

Vater – bist du da? Siehst du mich? Lass mich nicht allein! Vergiss mein nicht!

So schlägt meine Sehnsucht danach Wurzeln. Sie wächst und gedeiht in der kleinen blauen Blume.

 
13.04.2020

Aus der Osterpredigt vom Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm in der Osternacht in der Himmelfahrtskirche in München-Sendling: 

"Wir feiern Ostern, wie es die Menschheit vor uns noch nie erlebt hat! Ein Ostern, an dem wir uns den österlichen Freudenruf aus dem Abstand zurufen müssen. Ein Ostern, an dem die körperliche Nähe, die herzliche Umarmung, das Zusammenkommen mit vielen anderen nicht das Leben fördert, sondern es bedroht!", viele Bilder der letzten Tage und Wochen seien Passionsbilder, Bilder vom Leiden. „Trotzdem: die Lichter brennen! Und sie brennen umso heller, als um sie herum Dunkelheit ist“.

Ja, es ist Nacht. Aber die Lichter brennen! Und niemand kann sie mehr auslöschen. So lasst uns in dieser Osternacht umso lauter, und trotzig und frech, und mit großer Zuversicht das Leben begrüßen und aus ganzem Herzen rufen: Christus ist auferstanden! Halleluja!

In seiner Predigt spannte er den Bogen aus der Gegenwart hin zur Emmaus-Geschichte : "Nur zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes dürfen wir momentan unterwegs sein. Ich muss an die beiden Freunde Jesu denken, die sich nach der Kreuzigung und den verstörenden Nachrichten vom leeren Grab aus dem Staub gemacht, Jerusalem verlassen haben und Richtung Emmaus gegangen sind. So wie wir das heute tun müssen, sind sie nur zu zweit gegangen. Wie um sich auf wandernde Quarantäne zu begeben, haben sie nach dem Tod Jesu den traurigen Ort, an dem so Schreckliches passiert war, verlassen.

 Ihr bisheriges Leben gibt es so nicht mehr, ihre Hoffnung, ihre ganze Existenz ist zu Grabe getragen worden." Wie das Leben jetzt aussehe, nach der Katastrophe, das sei für sie völlig ungewiss. Ob das alte Leben irgendwie wiederkomme, sie wissen es nicht. Bedford-Strohm: "Da taucht plötzlich ein Dritter auf, der die Regel der Kontaktsperre scheinbar nicht kennt, der Fragen stellt und zuhört, bevor er redet. Wer ist der? Sie kennen ihn erstmal nicht. Aber: sie spüren etwas. Sie spüren: Gott ist an ihrer Seite, in ihm. In seiner Gegenwart – brennt ihr Herz, sagen sie. Es ist – der auferstandene Jesus. Der, der ans Kreuz geschlagen wurde, in die endgültige Kontaktsperre des Todes. Doch da ist er nicht geblieben: Ostern – die Auferstehung aus der endgültigen Kontaktlosigkeit hinein in ein Leben, das selbst in der größten Einsamkeit nicht verlassen ist."

Bedford-Strohm: „Wir sind verbunden miteinander in einer tiefen Gewissheit, einer tastenden Hoffnung oder einer stillen Ahnung – verbunden in dem Glauben, dass auf all die Bilder der Passion, die wir im Herzen haben, ein großes Licht fällt. Ein Licht das den Blick auf die Zukunft öffnet - auf eine Zukunft, die von dem Licht durchstrahlt wird, das jetzt noch von so viel Dunkelheit umgeben ist.“

 

13.04.2020:

Ostern fällt nicht aus.

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Ostern fällt nie aus!

12.04.2020: Eine schöne Auslegung der Tageslosung von Benigna Carstens, gefunden auf losungen.de

Siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.
Jesaja 60,2

Draußen ist es dunkel, Osterböller knallen.
Draußen ist das Dunkel der Völker,
nicht nur Krach, sondern Gewalt, Kriege, Ausbeutung und Pandemien gehören dazu.
Drinnen sind wir, heute noch mehr drinnen als sonst,
wir mit dem Wissen vom Licht, das am Ostermorgen aufgeht.
Über uns, über mir.

Nein, liebe Ostermenschen!
Wenn wir was gelernt haben aus der Karwoche, dann das:
Auch drinnen ist Finsternis. Verrat, Lüge, Feigheit gehören zu uns.
Und draußen sind manchmal andere, die das Licht erkennen und bekennen,
die Verbrecher und der Soldat auf Golgatha zum Beispiel.

Vielleicht zeigt uns ja Ostern 2020:
Wir sitzen alle in einem Boot, wir gehören demselben Erdreich an,
wir können uns nicht distanzieren.
Deswegen aber gehört auch das Licht allen.
Wie die aufgehende Sonne ist Jesu Auferstehung für alle da,
„auf dieser nun einmal gesegneten Erde“ (Zinzendorf).

Ganz besonders für die,
die auch heute mit Dunkelheit zu kämpfen haben.

 

 Mir tut der Liedvortrag gut von einem Schulchor aus Tel Aviv, gesungen in Deutsch: 

11.4.2020: FDu schenkst uns Worte, Gott. Von Ulrike Wagner-Rau,
gefunden unter EKKW Gebete während der Corona-Pandemie 

Du schenkst uns Worte, Gott,
auch in Zeiten, in denen sich alles um Corona dreht.
Erinnere uns daran!
Wir können ausdrücken, was uns beunruhigt, 
wir können teilen, was uns ängstigt, 
wir können weitergeben, was uns Mut macht.
Wir können sprechen, Gott,
mit Menschen unseres Vertrauens und mit dir.
Gib uns Worte, die uns und andere trösten! 

Du hast uns Verstand gegeben, Gott,
auch für Zeiten, in denen die Angst groß wird.
Erinnere uns daran!
Wir können unterscheiden:
Wo ist Vorsicht berechtigt?
Was macht uns nur nervös und panisch?
Welchen Informationen können wir trauen?
Wann ist es besser, einfach wegzuhören?
Kläre unsere Gedanken!

Du hast uns Augen und Ohren gegeben, Gott,
auch wenn wir unruhig mit uns selbst beschäftigt sind.
Erinnere uns daran!
Lass uns sehen und hören,
was andere brauchen.
Führe uns über unsere Sorgen hinaus ins Weite.
Lass uns die Menschen im Sinn behalten, 
deren Leben ganz unmittelbar bedrängt und bedroht ist.
Stärke unsere Liebe!

Wir danken dir, Gott,
dass wir leben.
Das ist nicht selbstverständlich,
obwohl es uns oft so scheint.
Lass uns den neuen Tag
Mit Freude begrüßen.
Lass uns spüren, 
dass es gut und wichtig ist,
auf der Welt zu sein. 

Amen.

(Ulrike Wagner-Rau)

 
10.04.2020
Schiffbruch mit Tiger: Ein Junge und ein Tiger verbringen fast ein Jahr zusammen in einem Rettungsboot. Davon handelt der Film: „Life of Pi, Schiffbruch mit Tiger“. Tatsächlich überleben es beide. Der Junge erzählt später zwei verschiedene Versionen von seinem Kampf ums Überleben: Zum einen erzählt er das, was man im Film gesehen hat: Wie der Tiger mit im Boot war und er ständig Angst hatte, gefressen zu werden. Aber ohne den Tiger hätte er es nicht geschafft, denn der hat Pis Überlebenswillen gestärkt und hat ihn davor bewahrt, verrückt zu werden. In der zweiten Version ist Pi allein im Boot. In dem Film kommt ein Zuhörer vor, der nun selber entscheiden muss, welche Version er glaubt. Er entscheidet sich für die Version mit Tiger. „Das ist die bessere Geschichte“ sagt er. Pi antwortet: „Und so ist es auch mit Gott.“ 

Ich vermute, er meint damit: Auch unser Leben kann man in zwei Versionen erzählen. Einmal mit Gott an unserer Seite und einmal ohne ihn. Ich finde auch, dass die Version mit Gott die bessere ist.

Lisa Meyer zu Hörste

 
09.04.2020 Heute ist der 75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer. Im KZ Flossenbürg wurde erhängt, kurz bevor der zweite Weltkrieg zu Ende war. Die Texte von Dietrich Bonhoeffer schenken heute noch vielen Menschen Trost in schwierigen Situationen. Es ist gut, sich daran zu erinnern, was er durchlitten hat und welche Gedanken er sich gemacht hat.
Es ist auch Gründonnerstag heute. Dabei denken wir an den Tag, wo Jesus seinen Freunden die Füße gewaschen hat und abends mit ihnen das traditionelle Passamahl gegessen hat. Das Passamahl selber erinnert an die größte Befreiungserfahrung des Volkes Israel, den Auszug aus Ägypten. Die biblische Geschichte betont, dass Gott Plagen schickt, zur Strafe für die Ägypter und um sein Volk aus der Gefangenschaft zu befreien.
Der Corona-Virus ist auch eine Plage, aber für eine Strafe halte ich es nicht und ich glaube nicht, dass es von Gott gesandt ist. Die Verantwortung liegt wenn überhaupt wohl eher bei uns Menschen. Die Natur wehrt sich auf ihre Weise und zeigt uns, dass da Gefühl der Sicherheit, in der wir leben, nur Einbildung ist. Wir haben so viel weniger im Griff als wir wahrhaben wollen. Bei all den Unwägbarkeiten, die das Leben birgt, bin ich froh, dass wir zurückschauen können auf Menschen wie Dietrich Bonhoeffer, der über seinen Tod hinaus vielen Trost schenkt. Und auf Gottes Macht, die in die Freiheit führt. Und vor allem auf Jesus Christus, der uns im Abendmahl nahe kommt. Er kennt das Allein-sein und die Angst vor dem Tod.
Von Lisa Meyer zu Hörste 
 
08.04.2020: Von Manon Oppel
Jetzt ist wirklich eine schwierige Zeit. Ängste, Sorgen, Traurigkeit, Depressionen breiten sich aus und dann kommt noch dazu, dass man wenig soziale Kontakte hat und so fehlen die Ablenkungen, Aufgaben, Mutzusprechungen,etc...
Aber gerade jetzt sollten wir uns auf das Wesentliche besinnen, die Chance nutzen, denn wir haben mehr Zeit und einen plötzlichen Sichtwechsel. So bete ich zu Gott, das er mich mit Mut, Vertrauen und Hoffnung ausstattet. Das er mich und alle Menschen durch diese Zeit trägt. Seht jetzt auch eure Nächsten z.B. den alten Vater der Angst vor Ansteckung hat etc...
Nun müssen wir versuchen zu helfen, sei es nur durch Zuhören am Telefon, einen selbstgestalteten Brief schicken usw..
Ich denke das ist jetzt dran und die Stärke kann ich mir im Gebet holen, denn das kann ich immer tun zu jeder Zeit.
Kinder sind auch oft beruhigt, wenn man mit ihnen gemeinsam betet oft auch frei mit ihren eigenen Worten und somit die Ängste vor Gott bringt. Aber auch das Positive des Tages sehen und bewußt würdigen,vielleicht auch aufschreiben. Dankbar sein, das hilft mir.
Wir haben letzte Woche eine Hausaufgabe von unserem Arbeitgeber bekommen. Zeichnet ein Bild was du mit Gott verbindest, ich wurde irgendwie ruhig. Das tat gut und ich war selber erstaunt wie vielfältig und bunt mein Bild wurde und was sich alles darauf befand.
Unsere Empfindungen sollten wir noch in drei Sätzen dazuschreiben. Vielleicht mag der ein oder andere dies mal ausprobieren, vielleicht auch mal mit der Familie. Bei mir war unter anderem auch meine geliebte Ostsee und ich dort ein Gefühl von Angekommensein, Loslassen und glücklich sein empfinde. Das möchte ich mir auch bewahren, wie wunderbar doch die Schöpfung Gottes ist.
Als letzten christlichen Gedanken, möchte ich uns allen die Nächstenliebe mitgeben.
 
07.04.2020: Eine sehr schöne Idee ist der Hörweg während der Karwoche, gefunden auf der Seite der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland:
 
06.04.2020  gefunden auf "katholisch.de"

Johannes Hartl: DArum geht esbei "Deutschland betet gemeinsam"

Diesen Mittwoch ist eine bundesweite Online-Gebetsaktion geplant. Viele Prominente haben schon ihre Unterstützung zugesagt. Beteiligt ist auch das Gebetshaus Augsburg. Dessen Leiter Johannes Hartl erläutert das Ziel der Initiative.

Das Gebetshaus Augsburg will mit seiner Beteiligung an einer deutschlandweiten Gebetsaktion in der Corona-Krise ein Zeichen von Solidarität und Gemeinschaft setzen. "In einer Zeit von Hoffnungslosigkeit und Angst wollen wir Gelegenheit geben, Verbundenheit im Glauben zu spüren", sagte Gebetshaus-Leiter Johannes Hartl am Montag auf Anfrage von katholisch.de. Die Menschen seien in ihrer Glaubenspraxis momentan auf sich selbst zurückgeworfen. Doch gerade in einer Notsituation sei die Sehnsucht nach Gemeinschaft besonders groß. "Wir wollen mit dieser Aktion eine Chance bieten, im Gebet zusammenzukommen."

Mitbeten im TV oder per Livestream

Unter dem Titel "Deutschland betet gemeinsam" hat ein christliches Netzwerk für kommenden Mittwoch die Gebetsaktion initiiert. Das Gebetshaus Augsburg war dabei federführend. Zwischen 17 und 18:30 Uhr können die Teilnehmer über einen Livestream auf der Internetseite des Gebetshauses und im Fernsehen auf Bibel.tv miteinander beten. Dabei werden prominente Unterstützer zu Wort kommen und Gebete sprechen, erklärte Hartl. Grundsätzlich könne aber jeder, der den Livestream verfolge, so beten, wie er wolle.

"Eine Krise ist immer eine Situation, in der Menschen eine Chance haben, sich auf das Wesentliche zu besinnen", so der Gebetshaus-Leiter. Das werde auch an Statistiken deutlich, wonach Google-Anfragen für Begriffe wie "Gebet" oder "Prayer" zuletzt weltweit sprunghaft angestiegen seien. "In Notsituationen beten die Menschen mehr."

 
05.04.2020 Die Losung von heute: 
 

5.4.2020 – Impuls zur Losung von Benigna Carstens (gefunden auf "https://www.losungen.de/bethlehem-2/#c20828")

Lobet Gott in den Versammlungen.

Psalm 68,27

Dann tun wir das mal:
Auf allen Kanälen
und in allen Traditionen
und natürlich mit „Hosianna!“
In großer virtueller Versammlung.

Und Gott?
Gott lächelt.
So hatte er sich unser Lob vorgestellt:
connected, verbunden, vernetzt.

Und wenn du selbst
grad ganz allein bist
und traurig,
weil ein guter Freund gestorben ist
oder aus anderen Gründen,
gehörst du dennoch dazu.
Denn Hosianna ist Lob
und gleichzeitig ein Schrei um Hilfe
an den, der da kommt, an Jesus.

Und er kommt und er hilft. 

Benigna Carstens

 
04.042020
 

EIN IMPULS VON SUSANNE SCHNEIDER-RIEDE

 

Quelle: public domain via pixabay cc0
Wie lange noch? Ungeduld spielt bei dieser Frage mit, manchmal auch Wut oder vor allem ganz viele Fragezeichen. Oft habe ich diese Frage bei Patienten in meinen Rehakliniken gehört, vor allem bei Menschen, die sich von jetzt auf nachher durch einen Schlaganfall kaum noch bewegen konnten und wochenlang, ja manchmal monatelang ans Bett „gefesselt“ waren. Ich erinnere mich besonders gerne an die Patienten, die dann bei ihrer Entlassung auf ihren beiden Beinen durch die Kliniktür gehen konnten.

Wie lange noch? Diese Frage höre ich auch von einer Frau in diesen Tagen bei meinen Besuchen im Hospiz. Sie will unbedingt möglichst schnell sterben, nicht mehr länger auf Hilfe angewiesen sein. Sie fragt mich immer wieder: „Wie lange noch?“ Und ich kann ihr keine Antwort geben. Aus Erfahrung weiß ich aber, das Sterben ist so persönlich und individuell. Selbst Ärzte und Ärztinnen verschätzen sich.
Wie lange noch? Manche von uns kennen diese Frage auch von Wanderungen. Nicht nur Kinder fragen nach ein paar Kilometern: Wie lange noch? Manchmal kommt diese Frage dann sogar alle paar Meter, zunehmend lauter. 

Wie lange noch? Diese Frage wird in diesen Corona-Zeiten in Familien, Betrieben, in Supermärkten und vor allem in Krankenhäusern zunehmend gestellt. Niemand hat darauf im Moment eine klare Antwort. 

Wie lange noch? In der Arche-Noah-Erzählung (1. Mose 6, 5-1. Mose 9) wird diese Frage nicht explizit, aber doch implizit gestellt. Die Arche, diese biblische Ausgangssperre besonderer Art für Mensch und Tier, dauerte und dauerte - 40 Tage! Noah versucht mit dem Raben und der Taube, die er losschickt zu klären, wann endlich diese Quarantänemaßnahme zu Ende sein könnte. Es ging noch mal sieben Tage und dann erst durften die Türen aufgehen. Es gab keine Abkürzung, die Zeit musste durchgestanden werden. 

Wie lange noch? In der Passions- und Osterzeit erinnern wir uns daran, dass es für den Weg Jesu, für Gottes Weg durch den Tod hin zum neuen Leben auch keine Abkürzung gab. Ob Jesus, als er an Palmsonntag nach Jerusalem kam, auch gefragt hat: Wie lange noch? Ich weiß es nicht. Im Garten Gethsemane und am Kreuz wird aber hörbar: auch Jesus hatte viele Fragen. Der Weg Jesu erinnert uns daran, dass die Bewegung Gottes in diese Welt durch das Leid hindurch ging und geht. Es gibt keine Abkürzung, aber der Weg führt ins Leben. In diese Bewegung Gottes sind wir auch heute eingeladen: Es geht um das „Hindurch“ und auch um die Einsicht: Es gibt keine Abkürzungen. Jesus, Gott selbst ist seinen Weg konsequent für seine Menschen, für seine Welt gegangen – ohne Abkürzungen.
Wenn ich heute in diesen besonderen Zeiten in Gottes Namen unterwegs bleiben will, dann gilt es gerade jetzt eben auch für andere zu Hause zu bleiben, die Einschränkungen in meinem Leben bewusst zu akzeptieren. Es gilt zu akzeptieren, dass es keine Abkürzungen gibt, wir diese Zeit gemeinsam füreinander in der heilsamen Distanz durchstehen müssen. Die Passionszeit braucht ihre Zeit, damals und auch heute. Für mich, für uns bleibt die ermutigende Einsicht: Die Bewegung Gottes führt ins Leben – damals in der Zeit der Arche und für uns alle im Weg Jesu hin zum Ostermorgen. 

Wie lange noch? Diese Frage bleibt, aber sie muss mich und uns nicht lähmen – weder in einer Rehaklinik oder im Hospiz oder in diesen Corona-Zeiten. Gott entscheidet sich in Jesu Weg, in seiner Passion für das Leben! Und wir können uns in der Selbstbeschränkung heute ebenso für das Leben entscheiden. Deshalb bleiben wir auch ganz bewusst für andere, für uns zu Hause in heilsamer Distanz! 

Wie lange noch? Solange es dem Leben dient!
 
 
Susanne Schneider-Riede - Pfarrerin, Leiterin der Fachstelle Geistliches Leben
 
01. 04.2020 gefunden auf der Seite ev-kirche-massen.de unter "Herzlich willkommen" am 01.04.2020

Gebet in der Krise

Wir beten für alle, die in Panik sind.

Alle, die von Angst überwältigt sind.
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können.
Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung.
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern.
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.Amen.

Gebet nach J. Hartl, Gebetshaus Augsburg

 

31.03.2020 von Anke Trömper, gefunden auf der facebookseite Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 25.03.
Guter Gott, was ist nur los in unserem Land, in der Welt?

Wir fürchten um das, was uns selbstverständlich geworden ist:
Demokratie, Freiheit, ein gutes Miteinander, lebendige Schöpfung.
Wir sehen die Vielen auf der Flucht.
So wenig Barmherzigkeit in der Welt – auch bei uns.
Und nun auch noch das.
Angst geht um.
Unsicher begegnen wir einander.
Hilf uns dabei mutig zu werden,
die Augen offen zu halten und den Blick wach;
die Ohren nicht zu verschließen vor der Not anderer;
hilf uns dabei nicht zu vergessen, 
wofür wir als Christinnen und Christen einstehen.
Wir brauchen dich.
Nicht nur ein bisschen.

30.03.2020:
von Michael Greßler, gepostet und gehalten für alle Gemeinden: 
»*Jesus hat gelitten draußen vor dem Tor.*«
Damals. Auf Golgatha.
Draußen vor der Stadt.
Passionszeit ist.
Wir denken an Jesu Leid.
Man kaum beschreiben, wie schrecklich das war.
Damals.
Aber es war nicht nur damals.
Es hört nicht auf.
Jesu Leiden ist kein historischer Fakt,
den man zur Kenntnis nehmen kann.
Jesu Leiden passiert heute. Jetzt.
Jesus leidet mit.
Er liegt im Krankenhaus
bei denen, die keine Luft kriegen.
Er steht neben den Pflegendenden,
wenn sie nicht ein- noch aus wissen.
Er sitzt mit an der Supermarktkasse,
wo sich die Verkäuferinnen und Verkäufer
beschimpfen lassen –
und sich Sorgen machen, ob sie sich anstecken.
Er rechnet mit den Gewerbetreibenden
ob sie den kleinen Betrieb noch erhalten können.
Und er leidet auch mit denen,
die wir jetzt fast vergessen:
Mit all den Menschen auf der Flucht,
in Lagern, wo es unbeschreiblich grauenvoll ist –
und wo jetzt die Bedrohung
durch das Virus noch dazu kommt.
»*Jesus hat gelitten draußen vor dem Tor.*«
Damals am Kreuz.
Und heute leidet er mittendrin.
In unserer Welt
und unsrer wirren Zeit.
IV. Für die anderen
»So laßt uns nun hinausgehen aus dem Lager
*und seine Schmach tragen.*«
Laßt uns mitleiden.
Laßt uns rausgehen.
Wenn wir das Leid anderer tragen,
tragen wir Jesu Leid mit.
Und er trägt unseres.
Das ist so etwas Gegenseitiges.
Jesus leidet für die Menschen.
Und wenn wir mitleidig sind,
sanft, einfühlsam – und doch ganz entschieden –
wenn wir für die anderen da sind:
Dann tun wir sein Werk
 
29.03.2020 Bei uns ist "Gottesdienst zeitgleich nicht um halb elf, sondern um zehn (normalerweise), aber so ähnlich wie in diesem Text von Michaela Jecht kann es auch sein: 

Kurzes vom Küchentisch und "Gottesdienst zeitglich"

Es war heute morgen um halb elf.

Zwischen Thermoskanne, Einmachgläsern und Butterdose.

Zwischen dem Salzglas und der Pfeffermühle.

Den Kronkorken, die ich sammle.

Den Fischermann’s Friend, der Schalle mit Nüssen und der leeren Schokoladenpackung.

Neben mir das Kästchen Kresse, die Hufeisen und Frieda.

Frieda, das ist unser Urlaubsgeldsparschwein. Wer in der Küche

Über Arbeit reden muss Frieda füttern.

Am Fenster rankt sich der Weihnachtstern entlang. Er fühlt sich wohl hier.

Acht Jahre ist er schon alt.

Heute morgen halb elf habe ich gefeiert.

Und das Geschirr steht noch in der Spüle.

Und der Topf vom Mittagessen gestern noch auf dem Herd.

Der Sandwitschtoaster auf der Küchenplatte, Kokosöl, Apfelessig und der Mörser.

Heute Morgen habe ich eine Kerze angezündet und gebetet.

Gottesdienst zeitgleich. Wie auch andere Menschen in meinen Gemeinden.

Und dabei liegt die Wäsche noch in der Maschine und im Trockner.

Und das Brot für die Schafe auf dem Schrank.

Heute Morgen habe ich Gottesdienst gefeiert.

Zuhause. Stay at home.

Fünf Minuten.

Für die, die da draußen arbeiten müssen.

In Medizin und Pflege.

In den Supermärkten.

In den Busse und Bahnen.

Im Handwerk und auf der Post.

Für die, die krank sind.

Corona, Dement, das kaputte Knie des Kollegen.

Für die Menschen in Afrika und in den Flüchtlingslagern.

Für die Menschen, die sich um ihre Lieben sorgen.

Für die Familien, die jetzt den aufeinanderhocken.

Für die, die in Quarantäne sind.

Und ich weiß, ich habe sicher eine*n vergessen.

Gott weiß es besser als ich.

Heute Morgen habe ich Worte gelesen.

Aus alten Zeiten.

Auf dem Holzschrank meiner Großmutter

liegen Paprika, Tomaten und Äpfel.

Ich freue mich über die Töne in rot und gelb.

Draußen, da wiegen sich die Birken im Wind.

Und alte Nussbaum schüttelt seine Äste.

Ich weiß auch in diesem Jahr werde ich Nüsse ernten.

Ich habe Gottesdienst gefeiert. Mitten im Leben.

Zwischen Nüssen, Butten und altem Brot.

Und den Krümeln, die auf dem Tisch liegen.

Heute Morgen fünf nach halb elf habe ich den Segen gesprochen.

Ich werde wieder Gottesdienst feiern. Sonntags halb elf.

Mitten im Leben. Und Amen sagen

 
 
Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zumBesten dienen lassen. 
Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. 
Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wiruns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. 
In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein, 
Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Schicksal ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet. 
Dietrich Bonhoeffer
 
26.03.2020 Meine Zuversicht ist bei Gott
Warum aufs Wanken verzichten? Wer sich ein wenig mit Statik auskennt, weiß, dass flexible Dinge viel stabiler sind als starre. Hochäuser müssen etwas wanken, wenn der Wind weht. Wer auf den Füßen steht, ist ständig in ganz leichter Bewegung. Nur wer wanken kann, kann auch fest stehen. Sicher weiß auch der Mensch, der Psalm 62 zuerst gebetet hat, wie wichtig es ist, flexibel zu sein. Aber er weiß auch, wie wichtig ein stabiler Untergrund zum Stehen ist. Und er weiß, wie schwer es ist, wenn die Seele wankt und unruhig ist. Wirklich fallen tut man, wenn man keinen innerlichen Halt findet. Die Botschaft von Psalm 62 ist: Mach dir immer wieder klar, dass du nicht in der Luft hängst, sondern dass du auf festem Grund steht. Wenn du Gott unter deinen Füßen weißt, kannst du anfangen, ruhig zu werden. 
Frank Muchlinsky #ohnewanken
 
25.03.2020 Vom Sinn der Angst 
Angst nervt. Und macht uns fertig. Aber ursprünglich ist Angst etwas Gutes. Sie schützt uns davor, zu unbedacht zu handeln. Susanne Niemeyer hat ein Buch geschrieben "Mut ist Kaffetrinken mit der Angst". Darin unterhält sie sich mit ihrer Angst. Die Angst erklärt, dass sie nur helfen möchte und sich verantwortlich fühlt. Am Schluss einigen sie sich darauf, dass jetzt die Ich-Erzählerin auf die Angst aufpasst und nicht umgekehrt. Ich halte das für eine gute Idee. Die Angst soll nicht unser Leben verlassen, nur beherrschen soll sie es nicht.
"Fürchte dich nicht!" ist einer der häufigsten Sätze in der Bibel. Ich wünsche mir, dass es möglichst vielen Menschen gelingt, mit ihrer Angst zusammen Kaffee zu trinken.
LMzH
 
Hilfreiche Tipps und Weiterführendes gibt es auch auf der Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland:
 
24.03.2020 Ein mutmachendes Beispiel, wie man die schwierige Situation gemeinsam bewältigen kann: 

In Marburg wurde gerade die Aktion Coronavirus Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen. Mehr als 350 Menschen machen schon mit! Unter dem Motto „Gemeinsam stehen wir die Pandemie durch“ sind an vielen Stellen Plakate aufgehängt mit Hilfsangeboten, Namen und Telefonnummern, an die man sich wenden kann: Einkäufe und Besorgungen, Hunde ausführen und Kinder betreuen – was gerade gebraucht wird. An anderen Orten kochen Bürgervereine Essen und stellen es alten Menschen vor die Tür. Und auch das finde ich nachahmenswert, wenn Leute, die Karten für ein Konzert gekauft haben, jetzt sagen: Nein, das Geld will ich nicht zurück. Ich möchte die freiberuflichen Musiker und Musikerinnen unterstützen, die jetzt keine Einkünfte mehr haben.

23.03.2020 Füreinander zu beten ist wichtiger denn je. Ich habe für heute ein Fürbittgebet ausgesucht.
Außerdem sammle ich Gebetsanliegen. Sie können mir gerne welche schicken. Ich bete im Stillen immer wieder dafür. Wer dazuschreibt, dass ich öffentlich dafür beten darf und soll, kann das am Samstag um 12 Uhr auf facebook auf der SEite "Evangelisc-lutherische Kooperationsgemeinde Wildenheid-Meilschnitz und Neustadt bei Coburg" verfolgen. Ich poste es dort.
 
GEBET WÄHREND EINER PANDEMIE
 
Mögen die, deren Alltag nun Einschränkungen unterliegt,
sich an die erinnern, deren Leben bedroht ist.
 
Mögen die, die zu keiner Risikogruppe gehören,
sich an die erinnern, die am stärksten verwundbar sind.
 
Mögen die, die den Vorteil von Heimarbeit haben,
sich an die erinnern, die sich Kranksein nicht leisten können und zur Arbeit müssen, um ihre Miete zu bezahlen.
 
Mögen die, die eine flexible Kinderbetreuung haben, wenn Schulen und Kitas geschlossen sind,
sich an die erinnern, die diese Möglichkeit nicht haben.
 
Mögen die, die Reisen absagen müssen,
sich an die erinnern, die keinen sicheren Zufluchtsort haben,
 
Mögen die, die etwas zurückgelegtes Geld in den Turbulenzen des Börsenmarktes verlieren,
sich an die erinneren, die gar keine Rücklagen haben.
 
Mögen die, die zu Hause in Quarantäne bleiben müssen,
sich an die erinnern, die kein Zuhause haben.
 
Während Furcht sich unseres Landes bemächtigt,
lass uns auf Liebe setzen.
Wenn wir uns körperlich nicht in den Arm nehmen können,
lass uns andere Wege finden, wie wir an unsere Nächsten weitergeben, dass Gott uns umarmt.
Amen.
 
Dieses Gebet von Cameron Wiggins Bellm wurde in der Facebook-Gruppe Holy Pandemic! Encouragement & Memes von Heidi Campbell‎ veröffentlicht und von Ralf Peter Reimann ins Deutsche übersetzt / übertragen. Gerne verbreiten.
 
22.03.2020 Laetare – Freuet euch, heißt es mitten in der Passionszeit.

Aber mit der Freude scheint es derzeit nicht weit her. Die Kontakte sind einge- schränkt. Das Leben findet nur noch im kleinen Kreis statt. Die Sorge um andere Menschen, um unsere Gesellschaft, um unser Land bedrängen uns.
Da hinein wird ein Strauß mit Zweigen und Bändern gestellt – ein Strauß der Freude mitten im Leid, ein Lätare-Strauß in der Passionszeit.
Der Strauß soll Freude machen, nicht nur ablenken. Er soll Freude machen, weil er uns gewiss macht, dass Gott selbst uns nahe ist im Leid, dass Christus mit uns leidet.
Drei Zweige hat der Strauß, drei Bänder und drei Brezen. Die Zweige mit den Knospen stehen dafür, dass das Leben siegt. Wir bleiben nicht gefangen im Leid und der Sorge, sondern bekommen Hoffnung und Zukunft. Die Bänder stehen für die noch kommenden Sonntage der Passionszeit – rosa für den Sonntag Lätare, auch „Klein-Ostern“ genannt, die violetten Bänder stehen für die Passionssonn- tage, die noch kommen. Die Brezen – in Form einer Acht – stehen für die Ewig- keit Gottes. Er ist da für uns und sorgt für uns – von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Normalerweise muss man den Laetare-Strauß verschenken, um anderen eine Freude zu machen und die Hoffnung auf Gott weiterzusagen. Das können wir derzeit nicht machen. Aber Sie können das Bild des Laetare-Straußes herun- terladen und weitergeben. Gewiss machen Sie damit anderen eine Freude und erzählen von Gottes Barmherzigkeit. - von Dr. Dorothea Greiner

 
22.03.2020: Noch ein interessanter Gottesdienst von heute:

https://www.youtube.com/watch?v=98T5Sky3bnI&feature=youtu.be

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag!

 
 
 
Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern. (Martin Luther zugeschrieben)
 
Nicht alles ist abgesagt...
Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Beziehungen sind nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Zuwendung ist nicht abgesagt
 
Musik ist nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Hoffnung ist nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt ...
(Quelle unbekannt)
 
Gebet
Gott,
du verbindest uns Menschen.
In Angst und Unsicherheit werden wir uns nah.
Plötzlich sind wir Nächste, die wir es gestern noch nicht waren. Wir teilen Fragen und Sorgen,
Nicht-Wissen und doch Ahnen, was da kommen kann. 
Die einen mögen bewahrt bleiben.
Andere werden um ihr Leben kämpfen.
Gelassen und voller Sorgen könnte unser Alltag werden.
 
In den kommenden Wochen und heute schon
bitten wir für alle Kranken und die es werden, 
die Angst haben, dass der Virus sie erreicht, 
für alle Ärztinnen und Pflegenden, 
für die, die in diesen tagen um ihre Existenz bangen. 
 
Wir bitten dich, dass Du uns alle bewahrst in diesen
schweren Zeiten, 
sei Du der, der uns eint,
als die, die glauben und auch die, die es nicht tun.
Wir Menschen sind verbundene,
aufeinander angewiesene, miteinander Helfende.
Du verbindest uns Menschen, Gott. Amen
 Von Lars Hillebold, Referat für Gottesdienst in der EKKW
 
 
 

Die große Unterbrechung

Gepostet am 12. März 2020 von Christian Wolff auf wolff-christian.de. Christian Wolff war federführend beteiligt an den Montagsgebeten im Vorfeld der Öffnung der Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten.

Als Anfang des vergangenen Jahres die FridaysForFuture-Bewegung ihre ultimativen Forderungen zum Klimaschutz mit zunehmender Dynamik in die Öffentlichkeit trug und dabei von führenden Wissenschaftler/innen Unterstützung erfuhren, zeigte sich auf der politischen Ebene Verunsicherung, Unvermögen, Abwehr. Im Ergebnis wurden die Forderungen der Klimaschützer/innen wenn überhaupt nur ansatzweise in politische Entscheidungen umgesetzt. Das lag vor allem daran, dass Parteien und Regierungen versucht haben, Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen, die den Bürger/innen suggerieren sollten: keine Angst, es ändert sich am Wohlstand nichts. Doch damit hat die Politik nur einen Reflex in der Bevölkerung aufgegriffen: Klimaschutz ja, solange er nicht zu wirtschaftlichen oder sozialen Einbußen führt. Das kann aber nicht funktionieren. Denn der dramatische Klimawandel und seine weltweit sehr ungleich verteilten, katastrophalen Auswirkungen sind eine Folge unserer exzessiven Lebensweise. Im Umkehrschluss heißt dies: Er lässt sich nur aufhalten, wenn wir die Wirtschafts- und Finanzpolitik, die Energieversorgung, den Konsum den Erfordernissen des Klimaschutzes anpassen. Doch wer ist dazu freiwillig bereit? Eine Frage, die sich weniger an die Regierenden als viel mehr an jeden Einzelnen richtet.

Nun ist aber Anfang dieses Jahres etwas eingetreten, was sich in der Menschheitsgeschichte immer wieder ereignet: Wenn wir Menschen nicht willens und/oder in der Lage sind, die notwendigen politischen, ökonomischen, sozialen Veränderungen zu vollziehen, um Fehlentwicklungen zu stoppen, und im Status quo gefangen bleiben, dann treten Entwicklungen ein, die scheinbar mit den Ursachen der Verwerfungen wie dem Klimawandel nichts zu tun haben – wie das Corona-Virus, das sich seit Monaten weltweit in die Gesellschaften frisst. Dieses Virus hat schon jetzt dazu geführt, dass im globalen Maßstab die Produktivität sinkt, weniger transportiert, konsumiert, gereist und geflogen wird, die Finanzmärkte in Schieflage geraten – mit der positiven Folge, dass in diesem Jahr der CO 2 Ausstoß drastisch sinken wird. Damit wird in den kommenden Monaten mehr für den Klimaschutz erreicht, als es je ein Gesetz oder internationale Vereinbarungen vermocht hätten. Allerdings: Dies wird auch gravierende negative Begleiterscheinungen zeitigen, insbesondere im Blick auf die Liquidität von Unternehmen, die Erwerbstätigkeit vieler Menschen und den sozialen Absicherungen.

Was aber deutlich wird: Das Korona-Virus hat schon jetzt zu einer tiefgreifenden Unterbrechung globaler Abläufe geführt – und dies in einer Welt, die zum Sklaven der unerbittlichen Pausenlosigkeit ihrer Abläufe geworden ist. Hinzu kommt, dass Menschen in allen gesellschaftlichen Schichten der Biorhythmus, der Wechsel von Tag und Nacht, von Werktagen und Sonntag, der Wechsel der Jahreszeiten und die Phasen einer Entschleunigung abhandengekommen sind. Alles zu jeder Zeit, an jedem Ort, sofort – das ist nicht nur eine Möglichkeit, die uns die digitale Vernetzung eröffnet; es ist gleichzeitig eine betrügerische Versuchung, Allmachtsphantasien auszuleben. Doch das kann auf Dauer nicht funktionieren. Mit dem Corona-Virus wird uns jetzt eine Unterbrechung, die wir uns aus dem Alltag wegorganisiert haben, kollektiv verordnet. Nach und nach kommt das gesellschaftliche, kulturelle, sportliche, touristische Leben zum Erliegen – mit enormen wirtschaftlichen Nebenwirkungen. Die Frage kann aber nicht nur sein: Wie lange wird das andauern und welche Dynamik wird diese Entschleunigung noch entwickeln? Wir werden uns vor allem zu fragen haben: Wie wollen wir in Zukunft Arbeit, Freizeit, globales Zusammenleben so gestalten, dass wir wieder im Einklang mit dem Biorhythmus leben und das ernst nehmen, was zum irdischen Dasein gehört: die Verletzbarkeit, Endlichkeit und Vergänglichkeit alles Lebens.

Es ist das eine, jetzt die große Unterbrechung politisch zu organisieren und die ökonomischen, sozialen Folgen abzufedern. Das andere ist, entscheidende Fragen zuzulassen. Allerdings: Wer das Corona-Virus dazu benutzt, der Nationalisierung der Politik, dem Wiederaufleben der Grenzen, einem autokratischen System das Wort zu reden, oder wer für die Verbreitung des Corona-Virus Migranten verantwortlich machen will und religiös-politische Verschwörungstheorien verbreitet, dem sollte im öffentlichen Diskurs keinen Raum gegeben werden. Denn das ist politisch gefährlicher Unsinn. Darum sollten wir in dieser Krise die Chance zur Entschleunigung nutzen, um so Raum und Zeit zu gewinnen für das, was jetzt nottut: Rückbesinnung auf Utopie und Empathie, auf unsere Hoffnungen und die uns Menschen mögliche Nächsten- und Feindesliebe. Beides ist in der Atemlosigkeit des globalen Turbo-Lebens (Turbo-Kapitalismus ist nur ein Teil davon) unter die Räder gekommen. Schließlich geschieht – jetzt vom Corona-Virus überlagert – noch etwas anderes, was nichts mit Entschleunigung zu tun hat: Der Krieg in Syrien, geführt, zugelassen, ermöglicht von den USA, Russland, China, Europa und ihrem elenden Waffenhandel; das unvorstellbare Elend von Millionen Geflüchteten in Idlib; die menschenunwürdigen Flüchtlingslager auf Lesbos und das kollektive Wegschauen in unserem Land, das uns noch nicht einmal das Selbstverständliche tun lässt: kranke, alleinstehende Kinder aufzunehmen.* Mitten in der Passionszeit werden wir live Zeug/innen davon, was das Leiden ausmacht: Wir nehmen uns nicht einmal in der verordneten Entschleunigung die Zeit, um uns des kollektiven Verbrechens bewusst zu werden und aktiv einzugreifen – mit Hoffnung und Empathie. Doch genau das ist unsere Aufgabe, wenn wir in diesen Wochen die Passion Jesu bedenken. Wir können wieder lernen, was Utopie und Empathie bedeuten und wozu sie uns veranlassen: lebenswerte Aussichten jenseits von Krankheit, Tod und Verderben gewinnen und mit diesen dem leidenden Menschen tatkräftig empathisch, helfend, liebend begegnen. Bedenken wir: Wirklich groß, d.h. bedeutsam wird die jetzige Unterbrechung nur dann sein, wenn wir Utopie und Empathie erneuern, also Ostern zulassen – der große Einspruch gegen Leiden und Turboextistenznach Jesu Tod am Kreuz.**

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* Wie peinlich ist es, dass der Freistaat Sachsen sich „großzügiger Weise“ dazu bereit erklärt, 20 (!) Flüchtlingskinder aufzunehmen!

** Kein Geringerer als Johann Sebastian Bach macht das in der h-Moll-Messe deutlich mit der Pause zwischen dem sich im Nichts verlierenden „et sepultus est“ und  dem triumphierenden „Et resurrexit“ – eine radikale Unterbrechung zwischen Tod und Leben. Was dann folgt, ist ein Aufruf zur Utopie und Empathie.

 

 

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Wissenwertes über die Geschichte unserer Friedenskirche.
Aber auch über unsere Kirchengemeinde mit seinen Einrichtungen, Gruppen und Kreisen.
 

Aktuelles zum KirchenUMBAU hier

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